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Übergangseinrichtung beatmete Kinder Deutschland Mutter beugt sich fürsorglich zu ihrem beatmeten Kleinkind im Gitterbett – Alltag mit außerklinischer Intensivpflege

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Die Übergangseinrichtung für beatmete Kinder in Deutschland

Übergangseinrichtung für beatmete Kinder in Deutschland: Warum Haus Atemzeit eine Versorgungslücke schließt

Wer auf die Erlaubnis des Systems wartet, wartet oft zu lange. Genau deshalb gibt es Haus Atemzeit. Die Übergangseinrichtung für beatmete Kinder in Deutschland entstand, weil eine erfahrene Intensivpflegekraft eine Versorgungslücke sah, die Familien jeden Tag belastete. Anstatt darauf zu warten, dass das Gesundheitssystem eine Lösung entwickelt, wurde sie selbst aktiv.

Heute gilt Haus Atemzeit als Vorreiter eines Konzepts, das in Deutschland noch immer eine Ausnahme ist: eine Übergangseinrichtung, die Familien auf dem Weg von der Kinderintensivstation in ein selbstbestimmtes Leben zuhause begleitet. Gleichzeitig ermöglicht das Konzept ein ambulantes Weaning bei Kindern – also die strukturierte Beatmungsentwöhnung außerhalb der Klinik.

Das Ziel ist dabei weit mehr als eine sichere Entlassung. Es geht darum, Familien wieder zu einer Familie werden zu lassen.

Was ist eine Übergangseinrichtung für beatmete Kinder?

Wenn beatmete Kinder die Klinik verlassen dürfen, beginnt für ihre Familien häufig der schwierigste Teil der Behandlung. Die medizinische Stabilität ist erreicht, doch der Alltag zuhause stellt Eltern vor enorme Herausforderungen.

In den meisten Fällen folgt auf die Entlassung eine außerklinische Intensivpflege. Pflegefachkräfte begleiten das Kind rund um die Uhr, häufig über Monate oder sogar Jahre. Diese Versorgung ist medizinisch notwendig und sichert das Überleben vieler Kinder.

Gleichzeitig verändert sie das Familienleben grundlegend.

Das Zuhause wird zum Behandlungsort. Dienstpläne bestimmen den Tagesablauf. Fremde Menschen gehören plötzlich zum Alltag – morgens am Frühstückstisch, nachmittags beim Spielen und abends beim Zubettgehen. Für viele Familien bedeutet das Sicherheit, aber auch den Verlust von Privatsphäre und Normalität.

Genau an dieser Stelle setzt eine Übergangseinrichtung für beatmete Kinder an.

Sie schließt die Lücke zwischen Krankenhaus und häuslicher Versorgung. Eltern erhalten Zeit, ihr Kind in einem geschützten Umfeld selbst zu versorgen. Sie lernen medizinische Abläufe Schritt für Schritt, bauen Sicherheit auf und werden intensiv begleitet, bevor sie die Verantwortung zuhause übernehmen.

Warum dieses Versorgungsmodell in Deutschland so selten ist

Obwohl der Nutzen auf der Hand liegt, existieren in Deutschland bislang kaum vergleichbare Einrichtungen.

Über viele Jahre war unklar, wie sich ein solches Konzept überhaupt finanzieren lässt. Genau diese Erfahrung machte auch Anett Wiese, Gründerin von Haus Atemzeit.

Rund zweieinhalb Jahre erhielt das Projekt keine Finanzierung durch Krankenkassen. Trotzdem hielt sie an ihrer Idee fest. Der angeschlossene Pflegedienst trug die Einrichtung mit, zusätzlich halfen externe Unterstützer dabei, die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Die Überzeugung dahinter war einfach: Wenn Familien besser vorbereitet nach Hause gehen, profitieren am Ende alle Beteiligten – die Kinder, die Eltern und langfristig auch das Gesundheitssystem.

Heute bestätigen die Erfahrungen aus Haus Atemzeit genau diese Annahme.

Haus Atemzeit verfolgt einen anderen Ansatz

Haus Atemzeit in Wölfersheim versteht sich nicht als zweites Krankenhaus und auch nicht als langfristige Pflegeeinrichtung.

Die Einrichtung ist bewusst familiär gestaltet. Eltern leben gemeinsam mit ihrem Kind vor Ort und werden täglich von einem festen multiprofessionellen Team begleitet. Statt theoretischer Schulungen steht praktisches Lernen im Mittelpunkt.

Die Familien üben den Umgang mit Beatmungstechnik, den Kanülenwechsel und das Notfallmanagement direkt am eigenen Kind. Aus Unsicherheit entsteht Routine. Aus Angst entsteht Handlungssicherheit.

Dieses Wissen lässt sich durch Broschüren oder einzelne Schulungstage kaum vermitteln. Es entsteht durch Zeit, Wiederholung und persönliche Begleitung.

Genau darin unterscheidet sich das Konzept von einer klassischen Entlassung aus dem Krankenhaus.

Hinzu kommt ein weiterer entscheidender Baustein: Haus Atemzeit bietet als einzige Einrichtung in Deutschland ein ambulantes Weaning für Kinder an. Ziel ist es, die Beatmung – wenn medizinisch möglich – schrittweise außerhalb der Klinik zu reduzieren oder vollständig zu beenden.

Dadurch eröffnet sich für viele Kinder eine Perspektive, die weit über eine stabile Versorgung hinausgeht: ein Alltag mit deutlich mehr Selbstständigkeit und einer höheren Lebensqualität.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie Atemzeit Familien auf diesem Weg begleitet – und wie dein Beitrag diese Familien unterstützen kann?

Dann besuche die Seite zu Atemzeit und entdecke das Konzept im Detail.

Hier zur Website 

 

Titelbild ©Peryton Film

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Anett Wiese begleitet Kliniken, Ärzte, Kostenträger und Projektpartner dabei, schwerkranke und beatmete Kinder und Jugendliche aus der stationären Versorgung in die außerklinische Pflege zu überführen.

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