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Kundenanfragen entstehen nicht durch mehr Marketing
Man postet regelmäßig, schreibt Beiträge, ist auf mehreren Plattformen aktiv.
Und trotzdem kommen keine Kundenanfragen.
Auch im echten Leben kommt keine Resonanz aufs Angebot.
Kein neues Gespräch. Keine Anfrage. Kein Interesse.
Also denkt man schnell, dass man sein Marketing verbessern muss.
Aber mehr Marketing bringt selten mehr Kunden, wenn die Basis nicht stimmt.
Das würde den selben Effekt haben, als wenn man Brandbeschleuniger auf kalte Kohle kippt.
Als erstes muss also dafür gesorgt werden, dass die Kohle erstmal glüht.
Es kommen keine Kunden nicht, weil man zu wenig macht.
Sondern weil Menschen nicht verstehen, wofür man eigentlich steht.
Das eigentliche Problem, wenn Kundenanfragen fehlen
Viele Angebote entstehen aus dieser Perspektive:
„Was kann ich gut?“
„Was interessiert mich?“
„Was möchte ich anbieten?“
Das ist der Startpunkt, aber er reicht nicht.
Dein Angebot muss zeigen, wo es ins Leben deiner Kunden passt.
Menschen reagieren nicht auf Angebote an sich,
sondern auf Situationen, die sie kennen.
Wenn jemand denkt:
„Ja, das ist genau mein Alltag. Das nervt mich auch jeden Tag.“
– dann hört er dir zu.
Vorher nicht.
Lösungsorientiert sein ist gut, Problemfokus bringt Geld

Kundenanfragen bearbeiten ©LinnGauda
Lösungsorientiert handeln ist ein unabdingbarer Skill in der Selbstständigkeit.
Um ein unwiderstehliches Angebot zu erstellen, müssen wir aber zuerst Probleme fokussieren.
Also das, was meine Zielgruppe wirklich erlebt.
Das sind kleine, konkrete Momente,
in denen Frust, Druck oder Unsicherheit spürbar werden.
Zum Beispiel:
Eigenheimbesitzer mit sanierungsbedürftigen Immobilien interessieren sich nicht für hochwertige Dämmstoffe mit geringer Wärmeleitgruppe.
Ihr Problem sind extrem hohe Energiekosten.
Der Produkthersteller hat es erkannt und richtet das Angebot und das Marketing genau danach aus:
„Diese Dämmung sorgt dafür, dass du jedes Jahr mehrere tausend Euro Heizkosten sparst.“
oder
Ein Coach entwickelt aufgrund seiner eigenen Erfahrungen ein Programm und sagt „Ich verhelfe dir zu mehr Klarheit.“
Aber keiner versteht, wofür eigentlich? Das Ergebnis sind fehlende Kundenanfragen.
Besser ist es zu schauen, wem kann ich mit meinen Fähigkeiten und Erfahrungen am besten helfen und welche Probleme haben diese.
Das können also Selbstständige sein, dessen Problem es ist nicht genügend Kunden zu akquirieren.
Es macht also mehr Sinn aufzuzeigen wo sich diese Klarheit zeigt.
„Ich helfe dir, dein Angebot so zu strukturieren und dich so zu positionieren, dass deine Kunden sofort verstehen, wofür du stehst und bei dir kaufen.“
Das sind reale Situationen.
Und genauso entstehen Angebote.
Erst analysieren welche Probleme im Alltag der Zielgruppe bestehen und daraufhin eine Lösung, also ein Angebot entwickeln.
Der einfache, aber entscheidende Schritt zu mehr Kundenanfragen
Um mehr Kundenanfragen zu gewinnen, musst du zuerst verstehen, was im Alltag deiner Zielgruppe passiert.
Anstatt das du über dein Angebot sprichst, solltest du verstehen,
wie sich der Tag deiner Zielgruppe anfühlt. Ganz konkret.
Nicht: Alter, Beruf, Einkommen.
Sondern: Was beschäftigt diese Person jeden Tag?
- Womit startet der Tag?
- Was läuft immer wieder schief?
- Wofür fehlt Zeit oder Energie?
- Was nervt schon lange, wird aber verdrängt?
Genau dort liegen die echten Probleme und die Momente,
in denen ein Angebot plötzlich Sinn ergibt und wo der Schmerz groß genug ist, das gerne Geld für eine Lösung investiert wird.
Wenn du das verstanden hast, verändert sich alles

Saskia Richardsen ©LinnGauda
Kundenanfragen entstehen nicht,
weil du mehr Inhalte postest oder mehr Strategien ausprobierst.
Sie entstehen, wenn jemand sich verstanden fühlt.
Und das geht nur, wenn du anfängst, die Probleme im Außen wirklich zu sehen.
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Saskia ist Businessmentorin und Strategieexpertin mit Schwerpunkt auf den verständlichen, strukturierten und greifbaren Start in die Selbstständigkeit.

