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Wenn München seine schönste Seite zeigt
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Morgen beginnt das 191. Oktoberfest – 16 Tage voller Tradition, Tracht, Genuss und besonderer Momente
München zählt die Stunden. Auf der Theresienwiese ist alles bereit: Die Festzelte sind herausgeputzt, das Riesenrad ragt über den Dächern der Stadt und die ersten Dirndl sind längst unterwegs. Am 19. September beginnt das 191. Oktoberfest.
16 Tage lang wird München wieder zu einer ganz besonderen Mischung aus Tradition, Genuss, Musik, Fahrgeschäften und großer Gesellschaft. Bis zum 4. Oktober kommen Menschen aus aller Welt auf die Theresienwiese – und jeder bringt seine ganz eigene Wiesngeschichte mit.
Der Moment, auf den alle warten
Der erste Wiesntag folgt einem Ritual, das jedes Jahr aufs Neue für Gänsehaut sorgt. Am Vormittag ziehen Festwirte, Schausteller, Brauereien und Musikkapellen mit prächtig geschmückten Pferdegespannen zur Theresienwiese. Rund 1.000 Teilnehmer sind dabei.
Um Punkt 12 Uhr richtet sich dann alles auf das Schottenhamel-Festzelt. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause wird dort zum ersten Mal in seiner Amtszeit das erste Fass Festbier anzapfen. Mit dem traditionellen „O’zapft is!“ beginnt die Wiesn 2026 offiziell.
Danach gehört die Theresienwiese wieder ganz den Besuchern.
Zwischen Dirndl und Riesenrad

Foto: München Tourismus, Werner Boehm
Das Schöne an der Wiesn ist ihre Mischung. Da sind die großen Festzelte, die Musik und der Duft von gebrannten Mandeln. Da ist das Riesenrad mit seinem Blick über München. Und natürlich die Tracht, die im September plötzlich wieder überall zum Münchner Straßenbild gehört.
Das Dirndl ist dabei längst mehr als ein traditionelles Kleidungsstück. Klassische Schnitte treffen auf moderne Farben, elegante Stoffe und individuelle Accessoires. Zwischen Lederhose und Dirndl wird die Wiesn jedes Jahr aufs Neue auch zur Bühne für Mode und Lifestyle.
Gleichzeitig bleibt vieles wunderbar bodenständig: eine frisch gebackene Breze, ein gemeinsamer Abend mit Freunden, ein Familienausflug oder die erste Fahrt mit dem Riesenrad.
Was 2026 neu ist

Foto: München Tourismus, Tommy Lösch
Auch wer die Wiesn gut kennt, kann in diesem Jahr Neues entdecken.
Drei Fahrgeschäfte feiern ihre Premiere: Shake & Roll, Fisherman’s und das Chaos Pendel. Shake & Roll bringt eine neue Variante des klassischen Break Dance auf die Wiesn. Fisherman’s führt auf drei Etagen durch ein fantasievoll gestaltetes Fischerdorf. Und beim Chaos Pendel geht es bis zu 42 Meter hoch und mit bis zu 80 Stundenkilometern durch die Luft.
Auch bei den Zelten gibt es Veränderungen. Bartls Flößerstadl übernimmt den Platz der bisherigen Münchner Stubn. Das neue Zelt möchte die Geschichte der Flößerei mit regionaler Küche und bayerischer Wirtshauskultur verbinden.
Bodo’s Cafézelt präsentiert sich erstmals als neuer Holzbau mit Galerie. Im großen Paulaner Festzelt gibt es außerdem ein neues Wirtepaar: Christine und Lorenz Stiftl übernehmen die traditionsreiche Brauereifesthalle.
Ein bisschen ruhiger auf der Oidn Wiesn

Foto: München Tourismus, Tommy Loesch
Wer zwischendurch eine andere Seite des Oktoberfests erleben möchte, sollte einen Abstecher auf die Oide Wiesn machen.
Hier geht es bewusst etwas nostalgischer zu. Historische Fahrgeschäfte, traditionelle Zelte, Volkstanz und Blasmusik erinnern an frühere Oktoberfeste. Der Bereich liegt auf dem Südteil der Theresienwiese und kostet vier Euro Eintritt.
Auch dort gibt es in diesem Jahr Neues: Im Volkssängerzelt Schützenlisl übernimmt ein neues Wirtetrio. Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel wollen den altmünchnerischen Charakter des Zeltes erhalten und gleichzeitig neue Impulse setzen. Die musikalische Leitung bleibt bei Traudi Siferlinger.
Gerade dieser Kontrast macht die Oide Wiesn so reizvoll: Während auf der großen Wiesn die modernen Fahrgeschäfte für Adrenalin sorgen, fühlt sich der historische Bereich fast wie eine kleine Zeitreise an.
Die Wiesn hat ihren Preis
Natürlich gehört auch das zum Oktoberfest 2026. Die Maß Festbier kostet in diesem Jahr zwischen 14,80 und 15,90 Euro, durchschnittlich sind es 15,61 Euro.
Der Eintritt auf das eigentliche Festgelände bleibt dagegen kostenlos. Auch die Festzelte können ohne Eintrittskarte besucht werden.
16 Tage voller Geschichten

Foto: München Tourismus, Tommy Loesch
Vielleicht lässt sich die besondere Faszination der Wiesn ohnehin nicht in Zahlen erklären.
Sie liegt in den kleinen Momenten: wenn die Musik im Festzelt beginnt, wenn sich Freunde nach langer Zeit wieder treffen, wenn ein Kind zum ersten Mal auf ein Fahrgeschäft steigt oder wenn man am Abend mit einer Maß in der Hand auf das Lichtermeer der Theresienwiese blickt.
Die Wiesn ist laut und gemütlich, traditionsbewusst und modern, bayerisch und international.
Und genau deshalb kommt sie jedes Jahr wieder.
Morgen beginnt sie. München ist bereit.
O’zapft is!
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