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Natural Selection verbindet Safari und Naturschutz
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Zehn Jahre für Afrikas Wildnis
Eine Safari kann weit mehr sein als die Begegnung mit Elefanten, Nashörnern oder Löwen. Vor zehn Jahren gründeten vier erfahrene Naturschützer Natural Selection mit der Idee, Tourismus direkt mit dem Schutz von Natur und lokalen Gemeinschaften zu verbinden. Heute betreibt das Unternehmen mehr als 30 Camps und Lodges in Botswana, Namibia und Südafrika und ist für rund 1,6 Millionen Hektar Wildtiergebiet mitverantwortlich.
Dave van Smeerdijk, Jennifer Lalley, Colin Bell und James Ramsay brachten bei der Gründung gemeinsam mehr als ein Jahrhundert Erfahrung aus den Wildnisgebieten des südlichen Afrikas mit. Ursprünglich sollte Natural Selection als gemeinnützige Organisation entstehen. Die Gründer entschieden sich jedoch für ein kommerzielles Modell, das langfristig größere Mittel für den Naturschutz bereitstellen kann.
Naturschutz als Teil des Geschäftsmodells

Foto: Natural Selection
Seit der ersten Buchung fließen 1,5 Prozent des Umsatzes an eine unabhängige gemeinnützige Naturschutzorganisation. Die Mittel verwaltet der Natural Selection Conservation Trust und prüft die eingereichten Projekte gemeinsam mit Umweltschutzwissenschaftlern.
2022 kam mit der Community, Conservation and Reserve-Gebühr ein weiterer Finanzierungsmechanismus hinzu. Die Gebühr wird pro Gast und Übernachtung erhoben und unterstützt langfristige Naturschutz- und Gemeinschaftsprojekte.
Seit 2016 hat Natural Selection mehr als 4,5 Millionen US-Dollar für entsprechende Initiativen bereitgestellt. Mehr als 150 Projekte in Botswana, Namibia und Südafrika wurden unterstützt. Bis Ende 2026 möchte das Unternehmen jährlich mindestens eine Million US-Dollar aus den eigenen Einnahmen für den Naturschutz bereitstellen.
Wenn ein Camp zum Schutzgebiet beiträgt
Wie dieses Konzept funktioniert, zeigt das im Mai 2026 eröffnete Camp Nkasa Linyanti im Nkasa-Rupara-Nationalpark in Namibia. Der Park gehört zum grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi-Schutzgebiet und war lange Zeit unterfinanziert und unzureichend geschützt.
Durch Fahrzeuge für die Parkleitung und Ranger sowie die Präsenz des Camps vor Ort unterstützt Natural Selection den Schutz des Gebiets. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven für die umliegenden Gemeinden.
Menschen vor Ort profitieren mit

Foto: Natural Selection
Die Verbindung von Naturschutz und lokaler Entwicklung gehört zu den Grundprinzipien des Unternehmens. Natural Selection beschäftigt rund 1.300 Menschen. 95 Prozent der Lodge-Mitarbeiter stammen aus dem weiteren Umfeld der Schutzgebiete, rund 70 Prozent sogar direkt aus Dörfern in der Nähe der Camps und Lodges.
Ein Beispiel ist der „Elephant Express“ im nördlichen Okavango-Delta. Gemeinsam mit EcoExist und dem Okavango Community Trust unterstützt Natural Selection drei Busse, die entlang bekannter Elefantenwanderwege verkehren. Sie bringen Kinder sicher zur Schule und dienen zugleich als Transportmittel für Ärzte und Hebammen in abgelegenen Dörfern.
Auch Bildungs- und Einkommensprojekte gehören dazu. Naturschutzprogramme an Dorfschulen erreichen jährlich mehr als 15.000 Kinder. In den Mmogo-Handwerkszentren erhalten Frauen Unterstützung dabei, mit lokal produziertem Kunsthandwerk ein eigenes Einkommen aufzubauen.
Engagement mit langer Geschichte
Die Naturschutzarbeit der Gründer begann bereits lange vor Natural Selection. Jennifer Lalley und Dave van Smeerdijk arbeiteten über viele Jahre mit dem Save the Rhino Trust in Namibia zusammen. 2003 waren sie am Aufbau des Desert Rhino Camp beteiligt, das Tourismus, Nashornforschung und Artenschutz miteinander verband.
Der Nordwesten Namibias beherbergt heute die weltweit größte freilebende Population wüstenangepasster Spitzmaulnashörner. Die über Jahre entstandenen Partnerschaften zwischen Gemeinden, Naturschutzorganisationen und Tourismusunternehmen bilden weiterhin die Grundlage für Schutzprogramme.
Safari mit Wirkung
Auch bei den Reisenden verändert sich die Nachfrage. Immer mehr Gäste interessieren sich für verantwortungsvollen und regenerativen Tourismus und möchten wissen, welchen Beitrag ihre Reise vor Ort leistet.
Natural Selection setzt unter anderem auf Solarenergie und eine sorgfältige Abfallwirtschaft. Gleichzeitig sollen neue Projekte wirtschaftlich tragfähig sein und einen nachweisbaren Beitrag zum Naturschutz leisten.
Nach zehn Jahren ist daraus ein Modell entstanden, das Safari und Verantwortung miteinander verbindet. Die Gäste erleben weiterhin außergewöhnliche Natur und Wildtiere – während ein Teil der Einnahmen dazu beiträgt, genau diese Landschaften langfristig zu bewahren.
Denn die Grundidee bleibt unverändert: Eine Safari soll nicht nur etwas geben, sondern möglichst auch etwas zurücklassen.
Unsere Redaktion wird geleitet von Chefredakteur Markus Mensch, der sich schon als Redakteur für Munichs Best, dem blu Magazin und dem Leo Magazin einem Namen machen konnte. 2010 gründete er das Online-Magazin „magazine4“, welches Ende 2014 verkauft wurde. Nun sticht er mit “Monaco de Luxe” neu in See, vereint sein Netzwerk und seine Erfahrungen, um neue Ziele für seine Leser, Kunden und Partner zu erreichen.

