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Table Desires ©Andreas Zitt Photography

Lifestyle

Wenn der Tisch zur Bühne wird

„Table Desires“ inszeniert in Ingolstadt Village die Kunst moderner Tischkultur

Es gibt Inszenierungen, die nicht laut sein müssen, um Wirkung zu entfalten. Ein gedeckter Tisch gehört dazu – als leiser, aber hoch aufgeladener Ort zwischen Ästhetik, Gastlichkeit und sozialem Moment. Genau dieses Verständnis stand im Zentrum eines Events in Ingolstadt Village, das unter dem Titel „The Art of the Summer Table“ von Table Desires gestaltet wurde.

Das Münchner Kreativ-Duo Tini Schramm und Gloria Epstein überführte den Tisch dabei konsequent in eine kuratierte Erlebnisfläche – zwischen Designobjekt, sozialem Raum und moderner Form von Hospitality.

Vom persönlichen Austausch zum gestalterischen Konzept

Erfolgs- Duo von "Table Desires" Tini Schramm und Gloria Epstein ©Andreas Zitt Photography

Erfolgs- Duo von „Table Desires“ Tini Schramm und Gloria Epstein
©Andreas Zitt Photography

Hinter „Table Desires“ stehen zwei Frauen, die sich über ihr familiäres Umfeld kennenlernten und aus einer persönlichen Verbindung heraus eine gemeinsame kreative Sprache entwickelten. Was zunächst als private Leidenschaft für stilvoll gedeckte Tafeln begann, hat sich zu einem visuellen Konzept entwickelt, das über Social Media hinaus Wirkung entfaltet.

Mit ihrer Herkunft aus der Mode- und Markenwelt bringen beide ein ausgeprägtes Gespür für Inszenierung, Materialität und Atmosphäre mit. Dieser Hintergrund prägt ihre Arbeit deutlich – jedoch nicht im Sinne von Überhöhung oder Luxusästhetik, sondern als bewusste Reduktion auf das Wesentliche: Stimmung, Proportion und Wirkung im Raum.

Der Tisch als gestalterisches System

"Table Desires" ©Andreas Zitt Photography

„Table Desires“
©Andreas Zitt Photography

Im Zentrum ihres Ansatzes steht der Gedanke, dass ein Tisch nicht „gedeckt“, sondern komponiert wird. Einzelne Elemente – Geschirr, Glas, Textil, Licht – werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines zusammenhängenden Systems verstanden.

Die Basis bildet dabei häufig bewusst zurückhaltendes, weißes Porzellan. Diese Reduktion ist kein Zufall, sondern gestalterisches Prinzip: Sie schafft Ruhe und eröffnet gleichzeitig Raum für Kombinationen, Kontraste und persönliche Erzählungen.

Ein klassisches Element kann so neben einem modernen Objekt stehen, geerbte Stücke treffen auf zeitgenössisches Design. Der Tisch wird dadurch weniger zur perfekten Oberfläche als vielmehr zu einer Sammlung von Bedeutungen.

Zwischen Intuition und Inszenierung

"Table Desires" ©Andreas Zitt Photography

„Table Desires“
©Andreas Zitt Photography

Charakteristisch für den Ansatz von „Table Desires“ ist der bewusste Umgang mit klassischen Tischregeln. Etikette wird nicht negiert, aber flexibel interpretiert. Gläser folgen nicht zwingend einer starren Ordnung, Besteck wird situativ eingesetzt, Servietten dürfen variieren.

Diese Offenheit verändert die Wahrnehmung: Der Tisch wirkt weniger formal, sondern zugänglich und lebendig. Entscheidend ist nicht die Regelkonformität, sondern die Atmosphäre, die entsteht.

So verschiebt sich der Fokus von „richtig oder falsch“ hin zu „stimmig oder nicht stimmig“.

Materialität als Sprache des Moments

Neben der Anordnung spielt die Materialität eine zentrale Rolle. Porzellan, Glas, Keramik, Textilien und natürliche Elemente werden bewusst kombiniert, um unterschiedliche Ebenen von Haptik und Wirkung zu erzeugen.

Diese Materialschichten schaffen Tiefe – nicht nur visuell, sondern auch emotional. Ein Tisch wird dadurch nicht nur betrachtet, sondern im übertragenen Sinn erlebt.

Gerade diese bewusste Arbeit mit Kontrasten verleiht den Settings ihre Spannung: glatt trifft auf rau, transparent auf opak, modern auf traditionell.

Atmosphäre als unsichtbares Design

Ein wesentliches Element der Inszenierung ist das, was nicht unmittelbar greifbar ist: Atmosphäre. Licht, Musik und räumliche Gestaltung werden gezielt eingesetzt, ohne dominant zu wirken.

LED-Lichtobjekte, florale Akzente oder saisonale Arrangements fungieren dabei nicht als Dekoration im klassischen Sinn, sondern als Teil eines erweiterten Gestaltungskonzepts. Sie rahmen den Tisch, ohne ihn zu überlagern.

So entsteht ein Raumgefühl, das über das rein Visuelle hinausgeht und den sozialen Charakter des Tisches stärkt.

Gastlichkeit als kulturelle Haltung

Im Kern verweist das Konzept auf eine veränderte Form von Gastlichkeit. Der gedeckte Tisch wird nicht als Pflicht verstanden, sondern als Möglichkeit – als Einladung, Momente bewusst zu gestalten und ihnen Bedeutung zu geben.

Dabei geht es weniger um Perfektion als um Präsenz. Der Tisch wird zum Ort, an dem Begegnung sichtbar gemacht wird, bevor sie beginnt.

„Table Desires“ zeigt damit exemplarisch, wie sich Tischkultur im zeitgenössischen Kontext verändert: weg von formaler Strenge, hin zu einer persönlichen, flexiblen und emotionalen Gestaltungspraxis.

Ingolstadt Village als kuratierter Rahmen

„Table Desires“ vom Münchner Erfolgs-Duo Tini Schramm und Gloria Epstein brachte die Kunst des Tischdeckens ins Ingolstadt Village Village und gab Tipps für die perfekte sommerliche Tafel! ©Andreas Zitt Photography

„Table Desires“ vom Münchner Erfolgs-Duo Tini Schramm und Gloria Epstein brachte die Kunst des Tischdeckens ins Ingolstadt Village Village und gab Tipps für die perfekte sommerliche Tafel!
©Andreas Zitt Photography

Mit dem Event in Ingolstadt Village wurde diese Haltung in einen öffentlichen Kontext übertragen. Die Shopping-Destination fungierte dabei nicht nur als Kulisse, sondern als bewusst gewählter Rahmen für eine Inszenierung, die Design, Lifestyle und Alltagskultur miteinander verbindet.

Der gedeckte Tisch wurde so zum Medium, das weit über seine eigentliche Funktion hinausweist – als Ausdruck eines Lebensgefühls, das Ästhetik nicht trennt vom Alltag, sondern in ihn integriert.

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Unsere Redaktion wird geleitet von Chefredakteur Markus Mensch, der sich schon als Redakteur für Munichs Best, dem blu Magazin und dem Leo Magazin einem Namen machen konnte. 2010 gründete er das Online-Magazin „magazine4“, welches Ende 2014 verkauft wurde. Nun sticht er mit “Monaco de Luxe” neu in See, vereint sein Netzwerk und seine Erfahrungen, um neue Ziele für seine Leser, Kunden und Partner zu erreichen.

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