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Los Cabos und die faszinierenden Spuren vergangener Kulturen

Zwischen Wüste und Meer erzählt Mexikos Süden jahrtausendealte Geschichten

Los Cabos an der Südspitze der mexikanischen Halbinsel Baja California ist bekannt für spektakuläre Küsten, beeindruckende Wüstenlandschaften und luxuriöse Resorts. Doch abseits der berühmten Strände eröffnet sich eine weniger bekannte Seite der Destination. Prähistorische Felszeichnungen, historische Muschelhügel und regionale Museen erzählen von den Menschen, die diese Landschaft lange vor dem heutigen Tourismus prägten.

Pericú, Guaycura und Cochimí – die ersten Bewohner

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Foto: Los Cabos Tourism

Lange bevor europäische Entdecker die Halbinsel erreichten, lebten verschiedene indigene Gemeinschaften auf Baja California. Im Süden, im Gebiet des heutigen Los Cabos, waren vor allem die Pericú beheimatet. Sie galten als erfahrene Fischer und Seefahrer und bewegten sich mit handgefertigten Kanus über das Meer von Cortés. Auch El Arco, der berühmte Felsbogen von Cabo San Lucas, besaß für sie eine besondere spirituelle Bedeutung.

Weiter nördlich lebten die Guaycura als Jäger und Sammler. Sie waren unter anderem in Gebieten rund um das heutige Todos Santos und La Paz zu Hause. Ihr Wissen über Pflanzen, Fischfang und das Überleben in der kargen Wüstenlandschaft prägte ihren Alltag.

Die Cochimí hinterließen weiter im Norden eindrucksvolle Zeugnisse prähistorischer Felskunst. Die Höhlenmalereien in der Sierra de San Francisco gehören zum UNESCO-Welterbe und zählen zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen der Halbinsel.

Muschelhügel als Zeugnisse des Alltags

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Foto: Los Cabos Tourism

Wie eng die frühen Bewohner mit dem Meer verbunden waren, zeigen die historischen Muschelhügel von Baja California Sur. Zu den bekannten Fundorten zählt El Conchalito nahe La Paz. Diese über lange Zeiträume entstandenen Ablagerungen enthalten Muschelschalen, Werkzeuge, Fischknochen und weitere Spuren des täglichen Lebens.

Sie geben Archäologen wertvolle Hinweise darauf, wie sich frühere Gemeinschaften ernährten und an die Bedingungen der Küstenregion anpassten. Viele dieser Fundstätten stehen heute unter besonderem Schutz und sind nur eingeschränkt zugänglich.

Felskunst mitten in der Wüste

Wer das kulturelle Erbe der Region intensiver kennenlernen möchte, kann ausgewählte Felszeichnungen im Rahmen geführter Wanderungen entdecken. Bei Las Manitas in der Nähe der Sierra de la Laguna zeigen Petroglyphen menschliche Gestalten, Tiere und geometrische Formen.

Zu den außergewöhnlichen prähistorischen Kunstwerken gehört außerdem die Cueva de la Serpiente, die „Höhle der Schlange“. Das annähernd acht Meter breite Wandbild zeigt zwei gehörnte Schlangen, umgeben von mehr als 50 menschlichen und tierischen Figuren. Die Komposition wird unter anderem mit Wasser, Fruchtbarkeit und dem Kreislauf des Lebens in Verbindung gebracht.

Ortskundige Guides vermitteln bei geführten Touren Einblicke in die Geschichte der Stätten und sensibilisieren für deren Schutz.

Museen bewahren die Vergangenheit

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Foto: Los Cabos Tourism

Auch ohne Wanderung durch die Wüste lässt sich die Geschichte von Los Cabos entdecken. Das Natural History Museum of Cabo San Lucas widmet sich der Naturgeschichte und archäologischen Entwicklung der Region.

In San José del Cabo greifen Galerien und Ausstellungen im historischen Art District immer wieder Traditionen und historische Themen Baja California Surs auf. In Todos Santos widmen sich das Museo de Historia Regional de Todos Santos und das Centro Cultural Profr. Néstor Agúndez Martínez der regionalen Geschichte und dem kulturellen Erbe, zu dem auch die Geschichte der Guaycura gehört.

Los Cabos von einer anderen Seite erleben

Zwischen Pazifik und Golf von Kalifornien verbindet Los Cabos eindrucksvolle Natur mit einer vielschichtigen Geschichte. Wer einen Museumsbesuch oder eine geführte Tour zu historischen Felszeichnungen in die Reise integriert, entdeckt eine kulturelle Seite der Destination, die weit über Strände und Resorts hinausgeht. Die Spuren der Pericú, Guaycura und Cochimí machen die Vergangenheit dieser außergewöhnlichen Landschaft bis heute sichtbar.

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Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.

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