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Münchner Luxushotel Mandarin Oriental

Kultur

Luxus-Hotel Mandarin Oriental zeigt Pläne des geplanten Anbaus bei Vernissage im Parkhaus

Architekturkunst im Parkhaus und das Münchner Mandarin Oriental – wie passt das zusammen? Sehr gut sogar, wie am Montagabend deutlich wurde. Das Nobelhotel in der Münchner Neuturmstrasse, seit Jahrzehnten Inbegriff für Luxus,
Glanz und Glamour, wird vergrößert: direkt gegenüber des Stammhauses, nämlich in der Hildegardstrasse 2, wo sich derzeit noch das Fina-Parkhaus befindet, werden zwei neue Stadthäuser gebaut, die u.a. auch 51 neue und natürlich luxuriöse Gästezimmer beherbergen werden. Einen ersten Eindruck des geplanten Anbaus konnten die geladenen Gäste am Montagabend im Parkhaus gewinnen: dort wurde die Ausstellung, welche die Architekturpläne zeigt, offiziell eröffnet (zu sehen noch bis 22. März). Das Hotel und das Münchner Immobilienunternehmen Wöhr+Bauer, welches das Projekt entwickelte und auch realisiert, zeigen dort insgesamt 54 Pläne und Modelle des architektonischen Realisierungswettbewerbs des „neuen“ Mandarin Oriental, an dem insgesamt neun Architektenbüros beteiligt waren. Auch den Entwurf „Tom und Hilde“ des Architekturbüros „Hild und K.“, welcher
letztendlich den Zuschlag für den Bau bekam.  „Es ist einen Meilenstein, der heute auf den Weg gebracht wird“, so Christopher Mares (Präsident EMEA Mandarin Oriental), der eigens aus London angereist, um bei der Ausstellungseröffnung dabei zu sein. Er erklärte schon einmal, was die Münchner und Hotelgäste aus aller Welt in Zukunft erwarten wird. Insgesamt werden von der Hotelkette nämlich rund 124 Millionen Euro investiert: „Es ist unsere erste große Investition in Deutschland“, erklärte er. „Aufgrund der starken Nachfrage in unserem erfolgreichen Münchner Hotel, das zu den besten der Stadt zählt, ist diese Erweiterung  für Mandarin Oriental sehr wichtig. Wir haben lange geplant und verhandelt und freuen uns auf unsere neue Aufgabe und enorm große Verantwortung.
Es ist ein Entwurf, der auch der Stadt München gerecht wird.“ Neben neuen Hotelzimmern werden in dem neuen Komplex „Tom und Hilde“ auch ein Spa mit Fitnesscenter, eine modernes Restaurant mit Bar, 19 exklusive Eigentumswohnungen, nämlich die „Residences at Mandarin Oriental“, eine Tiefgarage sowie Büros und Geschäfte einziehen. „Die Residencen werden vom Hotel
gemanagt, und man kann auch hier alle Hotel-Services nutzen, vom Spa- bis hin zum Concierge-Service“, so Greiner weiter. „In Amerika und Asien sowie London sind solche Eigentumswohnungen mit Hotelservices  schon sehr beliebt und erfolgreich, in Deutschland noch rar. Aber wir haben schon einige Kaufinteressenten.“ Hotelgäste, die das Spa nutzen wollen, müssen natürlich nicht im Bademantel über die Straße in den anderen Trakt laufen: „Es wird zwei Verbindungsbrücken, überirdisch und auch unterirdisch, zwischen den Gebäudeteilen geben.“ Bis das Mandarin Oriental in noch größerem Glanz erstrahlt (und dann übrigens über insgesamt 124 Hotelzimmer verfügen wird), müssen sich die Münchner noch ein wenig gedulden: die Bauarbeiten beginnen im Jahr 2018, der Abschluss ist für das Jahr 2020 plant.
Derzeit wird im bestehenden Mandarin Oriental fleißig gebaut: „Im September werden wir ein neues Restaurant-Konzept des internationalen Starkochs Nobu Matsuhisa eröffnen“, so Hotel-Direktor Wolfgang Greiner, der General Manager des Mandarin Oriental. „Außerdem werden der Eingangsbereich, die Bar  und die  Veranstaltungsräume neugestaltet. Zur Eröffnung des Anbaus werden dann auch noch die Zimmer und Suiten neugestaltet Die Zimmer in beiden Teilen werden zur Eröffnung des neuen Teils also über gleiche Standards verfügen. Der Anbau ist eine hervorragende Ergänzung für unser Haus, das manchmal fast zu klein ist weil die Nachfrage sehr groß ist.“ Wie das neue Haus aussehen wird, ist noch ein Geheimnis. So viel steht aber schon fest: Elegant und modern wird es werden, aber nicht zu modern. Also kein moderner Glastempel. Deshalb entscheid man sich letztendlich doch nicht für den futuristischen Entwurf des Erstplatzierten, des spanischen Architekturbüros Nieto Sobejano: „Wir bekamen keine Zustimmung vom Denkmalschutz. Deshalb haben wir und entschlossen, den traditionellen und gemäßigten Entwurf von Hild und k. auszuwählen“, erläuterte Wolfgang Roeck (Geschäftsführer Wöhr + Bauer GmbH). Wie das neue Mandarin Oriental genau aussehen wird, ist noch ein Geheimnis, bzw. die genaue Umsetzung erfolgt erst noch. So viel ist aber klar: modern, aber nicht zu modern, und gleichzeitig klassisch-elegant und luxuriös, wie man es eben von den Mandarin Orientals gewöhnt ist. Und es wird sich perfekt in das Bild bzw. die Gebäudestruktur der Stadt einfügen. Und das Wichtigste: die Hotelgäste werden sich garantiert auch dort wie zu Hause fühlen.

Interessierte können sich bis zum 22. März die Entwürfe im Parkhaus ansehen (Öffnungszeiten: Di – Fr: 10 – 17 Uhr, Sa/So: 12- 16 Uhr, Eingang über die Hildegardstrasse 2).

Außerdem bei der Ausstellungseröffnung dabei: Architekt Andreas Hild (Hild und K.), Architektin Prof. Hannelore Deubzer (Vorsitzende des Preisgerichts), Oliver Vogt (Prokurist Wöhr+Bauer GmbH), Prof. Elisabeth Mark, die Stadtbaurätin der LH
München.

Text: Andrea Vodermayr
Bild: Bernd Däck

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