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Der Hochkönig bekommt einen KI Gastgeber
Wie Alois die Urlaubsplanung erleichtert und künstliche Intelligenz den Tourismus verändert
Wer seinen Urlaub in den Bergen plant, hat oft viele Fragen. Welche Wanderung passt zum Wetter? Wo lässt sich mit Kindern ein schöner Tag verbringen? Und welche Veranstaltungen finden gerade in der Region statt? Am Hochkönig übernimmt künftig ein digitaler Gastgeber einen Teil dieser Suche. Alois heißt der sprechende KI Urlaubsbegleiter, der rund um die Uhr erreichbar ist, mehr als 100 Sprachen spricht und persönliche Empfehlungen zusammenstellt.
Ein Gastgeber, der mitdenkt
Foto: Hochkönig Tourismus
Alois funktioniert anders als eine klassische digitale Auskunft. Statt lediglich vorgefertigte Antworten zu liefern, führt er natürliche Gespräche, fragt bei Bedarf nach und berücksichtigt die Wünsche seiner Gäste. Wer einen Ausflug plant, bekommt Empfehlungen, die zum eigenen Aufenthalt und zu den aktuellen Bedingungen passen.
Eine Familie mit Kindern kann beispielsweise nach einem abwechslungsreichen Tagesprogramm fragen. Alois verbindet die Interessen der Familie mit dem Wetter, den Öffnungszeiten, Veranstaltungen und verfügbaren Angeboten. So entsteht ein individueller Vorschlag, der sich bei Änderungen jederzeit anpassen lässt.
Auch bei der Unterkunftssuche unterstützt der digitale Begleiter. Er berücksichtigt Reisezeitraum, Budget und persönliche Vorstellungen und führt zu passenden Angeboten im offiziellen Buchungsportal der Region. Grundlage seiner Empfehlungen sind touristische Daten, die laufend gepflegt und über technische Schnittstellen eingebunden werden. Dadurch können auch aktuelle Informationen zu Bergbahnen, Gastronomie und Veranstaltungen in die Beratung einfließen.
Künstliche Intelligenz zum Anfassen
Foto: Hochkönig Tourismus
Dass ein digitaler Gastgeber nicht nur auf dem Bildschirm stattfinden muss, zeigt eine besondere Idee aus der Region. Alois gibt es auch als acht Zentimeter große Figur mit Hut und Lederhose. Ein integrierter NFC Chip verbindet sie mit dem Smartphone. Ein kurzes Hinhalten genügt, um die Alois Internetseite zu öffnen. Eine zusätzliche App oder Registrierung ist dafür nicht erforderlich.
Für Kinder hält der digitale Gastgeber außerdem Sagen und Geschichten aus der Region bereit. So verbindet das Projekt moderne Technologie mit den Besonderheiten der Bergwelt rund um Maria Alm, Dienten und Mühlbach.
Auch Hotels können eigene digitale Gastgeber entwickeln. Für die Eder Hotels in Maria Alm entsteht beispielsweise TaNte FriDa. Sie ist auf die Angebote und Services des Hauses spezialisiert und kann bei Fragen zur Region auf das Wissen von Alois zurückgreifen. Damit wächst die Idee eines digitalen Netzwerks, das Informationen aus Hotels und Destination miteinander verbindet.
Ein Modell für den Tourismus der Zukunft
Entwickelt wurde das Projekt gemeinsam mit der Agentur Butterseite Media. Die technische Grundlage lässt sich an andere Urlaubsregionen anpassen. Weitere Projekte befinden sich bereits in Umsetzung, unter anderem für den Südharz und Bad Orb.
Für den Tourismus eröffnet das neue Möglichkeiten. Gäste erhalten Informationen unabhängig von Öffnungszeiten und können ihre Planung flexibel anpassen. Gleichzeitig können touristische Betriebe ihre Angebote digital zugänglich machen und Besucher gezielter beraten.
Am Hochkönig gehört die Weiterentwicklung solcher Angebote zu einer umfassenderen Strategie. Die Region setzt seit Jahren darauf, nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer attraktive Urlaubserlebnisse zu schaffen. Wanderangebote, Erlebnisberge, die HochkönigCard und regionale Genussangebote tragen dazu bei. Bereits rund 53 Prozent des touristischen Aufkommens entfallen auf die Sommersaison.
Mit Alois erhält diese Entwicklung eine digitale Ergänzung. Der KI Gastgeber ersetzt dabei nicht die persönliche Begegnung vor Ort, sondern erleichtert den Zugang zu Informationen und Angeboten. So zeigt der Hochkönig, wie künstliche Intelligenz im Tourismus einen konkreten Nutzen schaffen kann, ohne das Erlebnis einer Reise aus den Augen zu verlieren.
Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.
