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Datenschutz: DSGVO leicht gemacht
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Was hat die DSGVO mit einem Zahnarzt gemeinsam?
DSGVO ist wie ein Zahnarzttermin: Lieber einmal kurz und gründlich hingehen, als jahrelang verdrängen und hoffen, dass schon nichts passiert.
Datenschutz muss kein Großprojekt sein: Mit klaren Mindestanforderungen bringst du schnell Struktur rein.
Liegt Datenschutz bei dir auch im „Irgendwann“-Ordner?
Montagmorgen, frischer Kaffee, überquellendes Postfach. Du willst eigentlich nur kurz loslegen – und dann taucht irgendwo dieses Wort auf: „Datenschutz“.
In deinem Kopf öffnet sich sofort dieser Ordner mit der Aufschrift „Irgendwann“. Dort liegt die DSGVO direkt neben „Website überarbeiten“, „Ablage sortieren“ und „Prozesse mal richtig dokumentieren“.
Warum die DSGVO gerade für kleine Unternehmen relevant ist – ganz ohne Drama
Viele kleine Betriebe denken: „Wir sind doch nicht Google.“ Stimmt. Aber die DSGVO macht keinen Unterschied zwischen Konzern oder Kleinstunternehmen, sobald personenbezogene Daten ins Spiel kommen – und die betreffen fast jeden: Kundendaten, Mitarbeiterinfos, Rechnungen, Bewerbungen, Terminlisten, Website-Anfragen.

Foto KI generiert
Der Aufwand zeigt sich im Alltag nicht als großer Knall, sondern als ständige kleine Unsicherheiten. Einige typische Situationen:
- Eine umfassende Auskunftsanfrage kommt rein – und plötzlich muss man mühsam zusammensuchen, wo welche Informationen überhaupt liegen. Wann man die Daten erstmals erfasst hat und wodurch die Einwilligung überhaupt kam. Mit einer klaren Datenstruktur machst du daraus einen Prozess statt eines Notfalls.
- Oder der Ex-Mitarbeiter-Fall: Zugänge, Dateien, alte Chats, verstreute Unterlagen. Ohne Routine improvisierst du jedes Mal. Durften die Kommunikationsmittel überhaupt so benutzt werden?
- Dann das Thema Dienstleister: Cloudspeicher, Newsletter-Systeme, Terminbuchung, Lohnabrechnung, CRM – völlig normal, aber schnell unübersichtlich, wenn man nicht weiß, wer was verarbeitet und die notwendigen Datenschutzverträge der Dienstleister fehlen oder sie gar nicht dsgvo-konform sind.
- Auch Websites und Cookies gehören dazu: Banner von früher, nicht alle Cookies aufgeführt, Datenschutzerklärung „irgendwo her“, neue Plugins – ein Klassiker für unterschwellige Unsicherheiten.
- Und schließlich die kleine Datenpanne: falscher Empfänger, falscher Anhang, verlorenes Gerät. Nicht schön, aber realistisch. Mit klaren Abläufen bleibt es handhabbar.
- Kurz gesagt: DSGVO hilft Betrieben genau in diesen Alltagssituationen – nicht als Selbstzweck, sondern zur Entlastung. Und im besten fall schon prophylaktisch als Vorsorge – wie beim Zahnarzt. Nicht erst wenn es schmerzt und der Zahn gezogen werden muss.
„Erste Hilfe“ bei Schmerzen bedeutet: schnell, strukturiert, verständlich
Die Parallele zur Ersten Hilfe passt, weil es nicht um Perfektion geht, sondern um Stabilisierung: Was musst du erledigen, wie setzt du es pragmatisch um – und wie stellst du sicher, dass Datenschutz im Alltag funktioniert, ohne jeden Tag Aufmerksamkeit zu verlangen.
Was wäre denn Dein DSGVO-Traum?
Ein Online-Termin, ein paar Stunden Grundlagen und Umsetzung mit vorbereiteten Vorlagen. Und das Ganze nicht alleine, sondern mit einem „Doc“, der Dir die Schmerzen nimmt und Dich beruhigt. Ziel: Mindeststandards verstehen, dokumentieren und direkt anwenden.
Was musst Du wissen? Die Theorie der DSGVO konzentriert sich auf das Wesentliche: Welche Datenarten gibt es? Welche Rollen? Was muss dokumentiert werden? Wo liegen die typischen Baustellen? Danach wirkt die DSGVO nicht mehr wie Nebel, sondern wie ein überschaubares Set an Aufgaben.
Im besten Fall sind die Vorlagen bereits vorausgefüllt und werden gemeinsam angepasst – das macht die Umsetzung greifbar und schnell.
Wie überall gibt es typische Hausaufgaben – wie beim Zähneputzen die Zahnseide
Oft beginnt es bei der Website: Datenschutzhinweise, Cookie-Themen, Tracking, Einbindungen. Ziel ist Klarheit, welche Änderungen sinnvoll oder notwendig sind.
Dann folgen die Informationspflichten nach Art. 13: pragmatische, verständliche Lösungen für Website, Kontaktaufnahme oder Angebotsprozesse – fernab von juristischen Textwüsten. Du kennst es, geh mal zu einem neuen Zahnarzt – als erstes unterschreibst Du eine Information zum Datenschutz.
Ein zentrales Element Deiner Hausaufgaben sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs): vieles ist vorhanden, aber selten sauber dokumentiert. Passwörter, Zugriffsrechte, Backups, Updates, Geräte, Homeoffice – alles sollte strukturiert betrachtet werden.
Das Kernstück ist für die Aufsichtsbehörden für Datenschutz das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (VVT): die eigene Daten-Landkarte. Mit einer klaren Übersicht lösen sich viele spätere Fragen von selbst.
Auch der Umgang mit Dienstleistern sollte übersichtlich sein: Wer verarbeitet was? Was liegt schon vor? Was fehlt noch? Welche Verträge braucht es?
Am Ende des Zahnarztbesuchs – und warum es gut tut
Beim Zahnarzt ist das Schönste, man geht raus und es hat gar nicht weh getan. Dieses Erlebnis kann man auch beim Datenschutz haben. Wichtigster Effekt nach der Erledigung ist nicht ein Papierstapel, sondern ein System, das du verstehst. Meistens liegt am Ende eine Struktur für die wichtigsten Unterlagen vor, ein aktualisiertes VVT, dokumentierte TOMs, geordnete Dienstleister und klare Informationspflichten – plus ein Plan für noch offene Punkte, die schrittweise umgesetzt werden.
Und dann ist da das Gefühl: „Endlich bin ich es angegangen!“ Erleichterung! Es war doch gar nicht so schlimm. Es ist keine Garantie, dass nie wieder Fragen auftauchen – aber die Grundlage, souverän damit umzugehen, ist da.
Wenn DSGVO sich für dich gerade „mühsam und kompliziert“ anfühlt: Willkommen im ganz normalen Alltag kleiner Unternehmen. Die Frage ist nur, ob es weiter im Ordner „Irgendwann“ liegen soll – oder ob es einmal strukturiert angegangen wird und danach Ruhe einkehren kann.
Was der DSGVO-Erste-Hilfe-Koffer konkret für Dich macht (4 Stunden im Zoom)
Das Format ist klar: Online-Meeting via Zoom, davon 1 Stunde Theorie und 3 Stunden Praxis, gemeinsam am PC mit Vorlagen. Ziel: DSGVO-Mindestanforderungen umsetzen, dokumentieren und verstehen.
In der Theorie-Stunde geht es nicht um juristische Feinheiten, sondern um das, was du wirklich brauchst, um Entscheidungen treffen zu können: Was sind personenbezogene Daten? Welche Rollen gibt es? Was muss dokumentiert werden? Welche Baustellen sind typisch, welche sind individuell? Danach fühlt sich DSGVO nicht mehr wie Nebel an, sondern wie ein Set an überschaubaren Aufgaben.
Der große Hebel ist aber die Praxis: In drei weiteren Stunden wird nicht „besprochen“, sondern gemacht. Das ist der Unterschied zwischen „Wir sollten mal…“ und „Wir haben“.
Schauen Sie gerne auch hier vorbei.
Marco ist Experte für Datenschutz und Vertrauensbildung und betreibt das DSGVO-Vertrauensregister als öffentliches Gütesiegel für Unternehmen. Sein Fokus liegt darauf, Vertrauen bei Kunden und Mitarbeitern zu stärken und Organisationen dabei zu unterstützen, sich nachhaltig vom Mitbewerb abzuheben. Durch klare Standards, Transparenz und geprüfte Prozesse schafft er Orientierung und fördert professionelle Datenschutz-Compliance.

