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Katar verwandelt sich in eine Open-Air-Galerie

Kunst, Design und Architektur prägen Doha im Winter 2026/27

Kunst muss nicht hinter Museumsmauern stattfinden. In Katar begegnet sie Reisenden auf öffentlichen Plätzen, an Metrostationen, in Parks und mitten in der Wüste. Monumentale Skulpturen, außergewöhnliche Architektur und großformatige Wandbilder machen den öffentlichen Raum zur offenen Galerie. Mit der Design Doha Biennale ab dem 5. November 2026 und der neuen Quadriennale Rubaiya Qatar ab dem 21. November rückt Doha in den kommenden Monaten verstärkt in den Fokus der internationalen Kunst- und Designszene.

Design aus drei Weltregionen

Die zweite Ausgabe der Design Doha Biennale steht unter dem Leitmotiv „Knowledge Takes Form“. Mehr als 15 Ausstellungen widmen sich Positionen aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Südasien. Ein besonderer Schwerpunkt ist „Arab Design Now“ im historischen Viertel Fereej Al Asmakh. Hier treffen Arbeiten von 81 Designerinnen und Designern aus 27 Ländern aufeinander. Fünf eigens entwickelte Designinstallationen erweitern das Programm in den öffentlichen Raum.

Die Biennale beginnt am 5. November 2026 und macht Doha zu einem Treffpunkt für zeitgenössisches Design und unterschiedliche kulturelle Perspektiven. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, wie Wissen, Identität und gesellschaftliche Entwicklungen durch Gestaltung sichtbar werden.

Rubaiya Qatar bringt internationale Kunst nach Doha

Am 21. November 2026 folgt mit Rubaiya Qatar eine neue Plattform für zeitgenössische Kunst. Die Quadriennale versammelt mehr als 120 regionale und internationale Kunstschaffende. Die Hauptausstellung „Unruly Waters“ ist im ALRIWAQ zu sehen; darüber hinaus werden Installationen an verschiedenen Orten der Stadt den öffentlichen Raum einbeziehen. Das Programm läuft bis zum 30. April 2027.

Zu den angekündigten Arbeiten gehören ein dreidimensionales Wandbild der mexikanischen Künstlerin Minerva Cuevas an der Metrostation National Museum sowie eine Installation des indischen Künstlers Jitish Kallat am Doha Port. Kallats Arbeit nimmt Bezug auf die historischen Handelsrouten des Indischen Ozeans und verbindet damit Kunst, Geschichte und internationale Verflechtungen.

Gerhard Richter setzt ein architektonisches Zeichen

Ein weiterer Höhepunkt folgt am 20. November 2026 mit der Einweihung des permanenten Pavillons von Gerhard Richter im MIA Park am Museum of Islamic Art. Der deutsche Künstler hat das sechseckige Bauwerk entworfen. Seine Außenwände greifen Muster aus Richters Künstlerbuch „Patterns“ auf. Die geometrischen Strukturen erinnern zugleich an Gestaltungselemente islamischer Kunst.

Der Pavillon verbindet Kunst und Architektur und ergänzt die bereits vorhandenen Werke im Park. Dazu zählt Richard Serras monumentale Skulptur „7“, die zu den markanten Beispielen öffentlicher Kunst in Katar gehört.

Monumentale Werke zwischen Wüste und Skyline

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Foto: Visit Qatar

Wie eindrucksvoll Kunst mit Landschaft und Architektur zusammenspielen kann, zeigt Richard Serras Installation „East-West/West-East“ im Naturreservat Brouq. Vier mehr als 14 Meter hohe Stahlplatten erstrecken sich über eine Strecke von mehr als einem Kilometer durch die Wüste. Je nach Licht, Blickwinkel und Umgebung verändert sich die Wahrnehmung der monumentalen Arbeit.

Auch im urbanen Alltag ist Kunst präsent: Tony Smiths über sieben Meter hohe Skulptur „Smoke“ steht im Geschäftsviertel West Bay am Doha Exhibition and Convention Center. Am Hamad International Airport empfängt Urs Fischers überdimensionierter „Lamp Bear“ die Reisenden.

Wandbilder erzählen von Identität und Gesellschaft

Neben Skulpturen prägen großformatige Wandbilder das kulturelle Gesicht des Landes. Die Initiative JEDARIART ermöglicht Künstlerinnen und Künstlern, Fassaden mit Werken zu Themen wie Identität, Sprache, Erinnerung und Gesellschaft zu gestalten. Im Rahmen von World Wide Walls: Doha kamen 2026 zudem 14 Kunstschaffende nach Al Aziziyah, wo neue Wandbilder entstanden.

Mit Biennalen, internationalen Kunstprojekten und dauerhaft zugänglichen Installationen verbindet Katar Kultur mit dem öffentlichen Leben. Wer Doha im Winter 2026/27 besucht, kann die Stadt deshalb nicht nur als Architektur- und Reiseziel entdecken, sondern als einen Ort, an dem Kunst auf ganz unterschiedlichen Wegen erfahrbar wird.

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Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.

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