Lifestyle
Eine Stunde mehr Schlaf und trotzdem müde
Wenn die innere Uhr aus dem Takt gerät
In der Nacht zum 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt. Die zusätzliche Stunde klingt zunächst nach einem kleinen Geschenk für alle, die gerne länger schlafen. Doch die Umstellung auf die Winterzeit kann den gewohnten Tagesrhythmus durcheinanderbringen. Gerade im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und das natürliche Licht abnimmt, lohnt es sich deshalb, dem eigenen Schlaf mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Warum manche Menschen die Zeitumstellung kaum bemerken, während andere einige Tage aus dem Takt geraten, hängt auch mit ihren Schlafgewohnheiten und ihrem Alltag zusammen. Entscheidend sind nicht allein die Stunden im Bett, sondern ebenso Licht, Bewegung und regelmäßige Abläufe.
Kleine Routinen mit großer Wirkung
Foto: Premier Inn
Der Schlafexperte Markus Kamps, der die Premier Inn Sleep Academy fachlich begleitet, empfiehlt, die innere Uhr durch bewusste Routinen zu unterstützen. „Unsere innere Uhr reagiert vor allem auf Licht, Aktivität, Mahlzeiten und wiederkehrende Abläufe“, erklärt er in einer aktuellen Pressemitteilung von Premier Inn.
Wer sich auf die Zeitumstellung vorbereiten möchte, kann bereits vor dem Wochenende beginnen, Schlafens- und Aufstehzeiten schrittweise anzupassen. Eine Verschiebung um etwa 15 bis 20 Minuten pro Tag kann helfen, den Übergang angenehmer zu gestalten.
Auch das Licht spielt eine wichtige Rolle. Tageslicht am Morgen unterstützt die Orientierung des Körpers, während eine ruhigere Abendgestaltung das Einschlafen erleichtern kann. Wer kurz vor dem Schlafengehen sehr helles Licht, intensive Bildschirmnutzung oder aufregende Aktivitäten reduziert, schafft bessere Voraussetzungen für eine entspannte Nacht.
Regelmäßige Mahlzeiten und Bewegung am Tag können ebenfalls helfen, dem Körper Orientierung zu geben. Dabei muss nicht gleich der gesamte Alltag umgestellt werden. Oft sind es gerade die kleinen Gewohnheiten, die langfristig einen Unterschied machen.
Warum der Herbst auch eine Pause sein darf
Foto: Pexels
Die dunklere Jahreszeit wird häufig mit Müdigkeit und einem Gefühl von Antriebslosigkeit verbunden. Sie bietet aber auch die Gelegenheit, den eigenen Alltag bewusster zu gestalten. Nach den langen, aktiven Sommertagen können ruhigere Abende, ein gutes Buch oder ein Spaziergang bei Tageslicht dabei helfen, einen angenehmen Rhythmus zu finden.
Wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen. Eine einzelne unruhige Nacht bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht geraten ist. Hilfreicher ist es, möglichst zu den gewohnten Zeiten zurückzukehren und dem Körper etwas Zeit zur Anpassung zu geben.
Besondere Herausforderungen bei Schichtarbeit
Für Menschen, die früh, spät oder nachts arbeiten, ist ein regelmäßiger Schlafrhythmus oft schwieriger umzusetzen. Wechselnde Arbeitszeiten bringen die innere Uhr bereits unabhängig von der Zeitumstellung vor besondere Herausforderungen.
Umso wichtiger sind feste Ruhezeiten, ein möglichst dunkles und ruhiges Schlafzimmer sowie ein bewusster Umgang mit Koffein. Wer nachts arbeitet, sollte Kaffee oder Energydrinks möglichst nicht bis kurz vor dem geplanten Schlafengehen konsumieren. Kurze Nickerchen können vorübergehend helfen, ersetzen jedoch keine ausreichende Erholung.
Halten ausgeprägte Müdigkeit oder Schlafprobleme über längere Zeit an und beeinträchtigen sie den Alltag, ist ärztlicher Rat sinnvoll.
Mehr als nur eine Stunde
Die Zeitumstellung lässt sich nicht verhindern, der Umgang mit ihr aber durchaus beeinflussen. Wer auf ausreichend Tageslicht, regelmäßige Abläufe und eine entspannte Abendgestaltung achtet, kann dem Körper den Wechsel erleichtern.
Vielleicht ist die zusätzliche Stunde deshalb auch eine gute Erinnerung daran, Schlaf nicht als nebensächliche Pause zu betrachten, sondern als festen Bestandteil eines ausgewogenen Lebensstils. Denn Erholung beginnt nicht erst, wenn der Wecker eine Stunde später klingelt, sondern mit den Gewohnheiten, die wir jeden Tag pflegen.
Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.
