Lifestyle
Bad Reichenhall entdeckt Longevity neu
Vom traditionellen Kurort zum Purort: Wie natürliche Heilmittel, medizinische Kompetenz und alpine Lebensqualität in Bad Reichenhall zusammenfinden
Gesund bleiben, neue Kraft schöpfen und das eigene Wohlbefinden bewusst stärken: Was heute unter dem Begriff Longevity immer mehr Aufmerksamkeit erhält, hat in Bad Reichenhall eine lange Tradition. Bereits 1846 legte Ernst Rinck mit der Eröffnung der Sole- und Molkenkuranstalt Axelmannstein den Grundstein für die Entwicklung der Alpenstadt zum Kurort. 180 Jahre später verbindet Bad Reichenhall diese Geschichte mit modernen Gesundheitsangeboten und einem Lebensstil, bei dem Prävention, Bewegung und Regeneration zusammenspielen.
Von der Kurtradition zur modernen Gesundheitsvorsorge
Foto: ad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing/ Dietmar Denger
Im Mittelpunkt steht seit jeher die AlpenSole, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts für Kuranwendungen genutzt wurde. Im Laufe der Zeit kamen weitere natürliche Heilmittel und Anwendungen hinzu, darunter Latschenkiefer, Laist und Moor, Quellwasser sowie das Alpenklima. Gleichzeitig haben sich die medizinischen Erkenntnisse und Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge weiterentwickelt.
Heute setzen verschiedene Häuser und Einrichtungen in Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain unterschiedliche Schwerpunkte. So verbindet das Artemacur-Gesundheitszentrum im Klosterhof in Bayerisch Gmain medizinische Angebote mit Spa und Wellness. Im Sanatorium Schlossberghof Marzoll stehen Kuren für das psychische und körperliche Wohlbefinden im Mittelpunkt. Das Kurhotel Falter bietet Gesundheitswochen mit ärztlicher Begleitung an, darunter Programme für Rücken und Atemwege. Im Hotel Bayern Vital gehört Basenfasten zum Angebot.
Ergänzend dazu bietet das Kurmittelhaus der Moderne Anwendungen wie Bäder, Massagen, Physiotherapie und Atemtraining. Damit reicht das Spektrum von medizinischer Betreuung und natürlichen Heilmitteln bis hin zu Wellness und gezielter Regeneration.
Bewegung gehört zum Wohlbefinden dazu
Foto: Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing
Doch Gesundheitsvorsorge findet nicht ausschließlich in Behandlungsräumen statt. Gerade die Natur rund um Bad Reichenhall eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, Bewegung und Erholung miteinander zu verbinden. Ein Spaziergang durch den Königlichen Kurgarten, eine Runde entlang der Saalach oder eine Wanderung am Thumsee bringen Abwechslung in den Aufenthalt. Gleichzeitig liegen die Berge, das Wasser und die Stadt nah beieinander.
Ein besonderes Beispiel für die Verbindung von Tradition und Natur ist das Gradierhaus im Königlichen Kurgarten. Dort rieselt AlpenSole über Schwarzdornwände, wobei sich feine Soletröpfchen in der Umgebungsluft verteilen. So wird ein Stück Reichenhaller Kurgeschichte bis heute erlebbar.
Darüber hinaus bleibt genügend Raum für andere Urlaubsmomente. Ein Konzert, ein Cafébesuch oder ein Bummel durch die Alpenstadt lassen sich unkompliziert mit Spaziergängen und Anwendungen verbinden. Auf diese Weise wird Gesundheit nicht zum starren Tagesprogramm, sondern zu einem natürlichen Bestandteil der Auszeit.
Persönliche Beratung für den Gesundheitsaufenthalt
Foto: Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing
Wer einen Aufenthalt mit gesundheitlichem Schwerpunkt plant, kann sich bereits vor der Anreise an den kostenfreien Gesundheits-Concierge-Service der Tourist-Information wenden. Das Team informiert über ambulante und stationäre Kuren, medizinische Anwendungen, Bewegungsangebote und alternative Behandlungsmethoden. Außerdem unterstützt es bei Fragen zur Kostenübernahme sowie bei der Suche nach geeigneten Fachärzten und Einrichtungen.
Mit dem Konzept des Purorts möchte Bad Reichenhall seine traditionellen Stärken mit zeitgemäßen Ansätzen verbinden. Natürliche Ressourcen, medizinische Kompetenz und alpine Lebensqualität bilden dabei die Grundlage. So wird aus der klassischen Kur eine moderne Auszeit, die nicht nur der Erholung dient, sondern auch neue Impulse für einen bewussten Lebensstil geben kann.
Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.
