Lifestyle
Knapp eine Woche Wiesn und damit haben wir nicht gerechnet
Begegnungen, Musik und Geschichten, die bleiben
Am vergangenen Samstag um Punkt 12 Uhr hieß es „O’zapft is“. Seitdem ist München wieder im Wiesn Rhythmus. Das 191. Oktoberfest läuft und die ersten Tage haben einmal mehr gezeigt, dass die Wiesn weit mehr ist als Bier, Dirndl und volle Festzelte.
Natürlich gibt es die großen Bilder. Den Einzug der Wiesnwirte, den Trachten und Schützenzug, die ersten vollen Zelte und die Menschenmengen, die sich über die Theresienwiese bewegen.
Doch wenn man nach knapp einer Woche zurückblickt, sind es nicht nur die großen Programmpunkte, die hängen bleiben. Es sind die vielen unterschiedlichen Momente dazwischen.
Wenn aus einem Wiesntag ein ganzer Bummel wird

Foto: Ulla Schreiber
Beim WiesnBummel von Cathy Hummels war schon der Auftakt mehr als ein klassischer Festzeltbesuch. Los ging es in der WiesnBummel Lounge, von dort führte der Weg zur ersten Station ins Café Kaiserschmarrn. Danach ging es weiter zu Bodos und zum Abschluss in die Käfer Wiesn Schänke.
Im Café Kaiserschmarrn wurde aus dem Bummel dann eine richtige Wiesnparty. Mickie Krause schnappte sich das Mikrofon und machte aus seinem bekannten „Schatzi, schenk mir ein Foto“ kurzerhand ein „Cathy, schenk mir ein Foto“. Danach übernahmen DJ Ötzi und Anna Maria Zimmermann, auch Oliver Pocher ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und mischte auf der Bühne mit. Als „Hey Baby“ und „Anton aus Tirol“ erklangen, stand schließlich das ganze Zelt.
Jeder erlebt seine eigene Wiesn

Foto: Angermaier Trachten
Für die einen gehört seit Jahren dasselbe Festzelt dazu. Andere kommen wegen der Musik, der Fahrgeschäfte oder weil sie Freunde treffen möchten.
Manche suchen die Tradition. Andere wollen einfach für ein paar Stunden aus dem Alltag raus. Und wieder andere lassen sich treiben und schauen, wohin der Tag sie führt.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Wiesn für jeden anders aussieht.
Dirndl und Lederhose gehören genauso dazu wie Blasmusik, Schlager und gemeinsames Singen. Tradition trifft auf neue Trends, Münchner treffen auf Gäste aus aller Welt und zwischen all dem entstehen Begegnungen, die man so nicht planen kann.
Die besten Geschichten stehen nicht im Programm

Foto: Ulla Schreiber
Eine Wiesn Woche lässt sich deshalb kaum nur über Termine erzählen.
Es ist der Tisch, an dem plötzlich jemand Neues sitzt. Das Lied, bei dem ein ganzes Zelt mitsingt. Ein Gespräch, das eigentlich nur kurz dauern sollte. Ein Wiedersehen nach Jahren. Oder dieser eine Moment, in dem man mitten im Trubel stehen bleibt und einfach kurz schaut, was um einen herum passiert.
Die Bilder der ersten Tage erzählen genau davon. Von Tracht und Musik, von vollen Zelten und leeren Gläsern, von Prominenten und ganz normalen Wiesngästen. Von Menschen, die feiern und für einige Stunden den Alltag hinter sich lassen.
Die Wiesn liefert die Kulisse. Die Geschichten entstehen mittendrin.
Und jetzt geht es erst richtig weiter

Foto: München Tourismus Werner Böhm
Morgen ist der Anstich genau eine Woche her. Gleichzeitig beginnt bereits das zweite Wiesnwochenende. Das Oktoberfest läuft noch bis zum 4. Oktober und hat damit noch einige Tage vor sich.
Am Sonntag, 27. September, wartet mit dem traditionellen Platzkonzert vor der Bavaria einer der besonderen Momente des zweiten Wiesnwochenendes. Rund 300 Musikerinnen und Musiker der Wiesnkapellen kommen ab 11 Uhr zusammen. Dazu treten Trachten und Schuhplattlergruppen auf. Der Eintritt ist frei.
Die erste Woche hat schon jede Menge Bilder geliefert. Und trotzdem ist die Wiesn noch lange nicht auserzählt.
Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.

