Social-Media
Underwater_PSB.png

Travel

Floridas geheime Unterwasserwelt

Abtauchen vor Panama City Beach

Florida steht für Miami, die Florida Keys und die Freizeitparks von Orlando. Doch an der wenig bekannten Nordwestküste des Sunshine State wartet eine ganz andere Seite: Vor Panama City Beach beginnt unter der Wasseroberfläche eine faszinierende Welt aus Schiffswracks, künstlichen Riffen und einer überraschend vielfältigen Meereswelt.

Der Florida Panhandle Shipwreck Trail und zahlreiche künstliche Riffe machen die Golfküste zu einem abwechslungsreichen Revier für Taucher. Grouper, Snapper und Barrakudas sind hier ebenso zuhause wie Meeresschildkröten. Auch eine der größten Populationen Großer Tümmler in den USA lebt in der Region.

Geschichte auf dem Meeresgrund

BP_Diver_picking_up_a_shell.png

Foto: Panama City Beach CVB

Eines der bekanntesten Wracks ist die USS Strength. Der ehemalige Minensucher der US Navy war während des Zweiten Weltkriegs unter anderem vor Iwo Jima und Okinawa im Einsatz und überstand sowohl den Angriff eines Kleinst-U-Boots als auch einen Kamikaze-Angriff.

1987 wurde das Schiff vor Panama City Beach als künstliches Riff versenkt. Heute liegt es in weniger als 24 Metern Tiefe. Nachdem sich der Rumpf im Laufe der Zeit in zwei Sektionen geteilt hat, können Taucher zwischen den beiden Teilen hindurchschwimmen und das Wrack aus verschiedenen Perspektiven erkunden.

Auch die USS Chippewa erzählt ein Stück amerikanischer Marinegeschichte. Der ehemalige Navy-Schlepper wurde 1942 vom Stapel gelassen und später als Trainingsplattform für die Panama City Experimental Dive Unit eingesetzt. 1990 wurde er als künstliches Riff versenkt und liegt heute aufrecht in rund 30 Metern Tiefe. Zwischen der historischen Stahlstruktur und der zunehmend artenreichen Unterwasserwelt entsteht dabei eine besondere Verbindung von Geschichte und Natur.

Piraten unter Wasser

Diving_Panama_City_Beach.png

Foto: Panama City Beach CVB

Weniger Geschichte, dafür umso mehr Abenteuer bietet die Black Pearl. Das rund 30 Meter lange Stahlschiff wurde 2025 als künstliches Riff vor Panama City Beach versenkt und liegt in etwa 15 bis 18 Metern Tiefe. Kanonen, Schatztruhe, Planke und Piratenflagge machen das Wrack zu einer ungewöhnlichen Kulisse.

Gleichzeitig beginnt die Natur bereits, das neue Riff zu erobern. Fische und andere Meeresbewohner besiedeln die Stahlstruktur und verwandeln sie zunehmend in einen lebendigen Teil des Ökosystems.

Wracktauchen mit vielen Perspektiven

Diving_Panama_City_Beach.png

Foto: Panama City Beach CVB

Die Black Bart richtet sich an alle, die beim Wracktauchen möglichst viel entdecken möchten. Das rund 56 Meter lange ehemalige Offshore-Versorgungsschiff wurde 1993 versenkt und liegt heute aufrecht auf dem Meeresgrund.

Teile des Wracks beginnen bereits in etwa 16 Metern Tiefe, während die Laderäume bis rund 24 Meter hinabreichen. Steuerhaus, Deck und offene Laderäume eröffnen unterschiedliche Perspektiven und machen die Black Bart zu einem abwechslungsreichen Tauchrevier.

Vom Kreuzfahrtschiff zum künstlichen Riff

Eine besonders bewegte Geschichte hat die El Dorado. Das rund 48 Meter lange ehemalige Kreuzfahrtschiff wurde 2004 während Hurrikan Ivan an Land gespült und wechselte anschließend mehrfach seinen Standort. 2018 wurde es durch Hurrikan Michael erneut beschädigt.

Heute gehört die El Dorado zur künstlichen Riffwelt vor Panama City Beach. Unter Wasser entwickelt sich das ehemalige Kreuzfahrtschiff zunehmend zu einem Lebensraum für die Meeresbewohner der Golfküste.

Florida neu entdecken

Luftaufnahme_PCB.png

Foto: Visit Panama City Beach

Panama City Beach überrascht damit weit über seine 43 Kilometer langen weißen Sandstrände hinaus. Vor der Küste verbinden sich amerikanische Geschichte, künstliche Riffe und eine vielfältige Unterwasserwelt zu einem besonderen Taucherlebnis.

Ob erste Tauchversuche, ausgedehnte Wrackerkundungen oder anspruchsvollere Tauchgänge: Die Golfküste bietet unterschiedliche Möglichkeiten für verschiedene Erfahrungsstufen. Wer Florida bislang vor allem mit Stränden, Freizeitparks und Miami verbunden hat, kann hier eine völlig andere Seite des Sunshine State entdecken – unter der Oberfläche.

Avatar-Foto

Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.

Kommentieren

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mehr in Travel

Das könnte Dir gefallen:

Top
Dein Erfolg in digitaler Form!
Hole dir das topaktuelle MDL Magazin als E-Paper und genieße faszinierende Inhalte. Entdecke wegweisende Ideen für dich, dein Unternehmen und deinen Lifestyle. Bei Fragen wende dich bitte an: aboservice@mdl-magazin.de