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Innere Führung im Spätwinter: Warum Innere Ordnung jetzt zählt
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Die Zeit zwischen Winter und Frühling als Spiegel für Führung, Familie und Verantwortung: Innere Ordnung in der Selbstführung
Der Zeitraum zwischen Mitte Februar und März ist eine besondere Phase. Das Jahr ist bereits in Bewegung, erste Vorhaben sind angelaufen, Routinen haben sich gebildet, und gleichzeitig kündigt sich mit dem nahenden Frühling ein innerer und äußerer Wandel an. Für Menschen in Verantwortung ist diese Zeit oft herausfordernder als der klare Neubeginn im Januar. Denn jetzt zeigt sich, wie tragfähig die innere Ausrichtung tatsächlich ist.
Während der Januar von Motivation und Neuausrichtung geprägt ,war konfrontiert der Spätwinter viele Führungskräfte mit der Realität des Alltags. Entscheidungen wollen getroffen, Konflikte geklärt und Erwartungen erfüllt werden – im Beruf ebenso wie im familiären Umfeld. Gerade jetzt wird deutlich, dass nachhaltige Wirksamkeit weniger von äußerer Aktivität als von innerer Ordnung abhängt.
Wenn der Alltag anklopft: Führung jenseits von Vorsätzen
Viele gute Vorsätze verlieren in diesen Wochen an Kraft. Das liegt nicht an mangelnder Disziplin,
sondern daran, dass innere Spannungen wieder spürbar werden. Unerledigte Themen,
unklare Rollen oder ungelöste familiäre Dynamiken wirken im Hintergrund weiter.
Sie beeinflussen Entscheidungen, Kommunikation und die eigene Präsenz, und dies meist unbewusst.
Innere Ordnung in der Selbstführung bedeutet in dieser Phase vor allem eines: sich selbst zu führen.
Wer innere Unruhe ignoriert, reagiert im Außen häufig mit Druck, Ungeduld oder Rückzug.

Entscheidungen benötigen Klarheit – ©berkay08/Canva
Wer hingegen bereit ist, innezuhalten und hinzuschauen, schafft Stabilität. Innere Ordnung heißt nicht,
alles im Griff zu haben, sondern Zusammenhänge zu erkennen und Verantwortung bewusst
zu übernehmen – für sich selbst und für das eigene System.
Familie als Ressource im Übergang
Im Übergang vom Winter zum Frühling wird auch die Bedeutung von Familie besonders sichtbar. Sie ist nicht nur Rückzugsort, sondern Resonanzraum. Spannungen aus dem Berufsalltag zeigen sich hier oft deutlicher als anderswo. Gleichzeitig kann ein tragfähiges familiäres Miteinander genau jene Kraft liefern, die es braucht, um im Außen klar und wirksam zu bleiben.

Wir nehmen uns selbst überall mit hin – wie innen, so außen
©Ursula Simon
Gerade Führungskräfte unterschätzen häufig, wie sehr familiäre Beziehungen die eigene Stabilität beeinflussen. Innere Ordnung entsteht dort, wo berufliche Verantwortung und familiäre Verbundenheit nicht getrennt betrachtet werden. Wer diese Verbindung bewusst gestaltet, erlebt, dass Klarheit im Inneren in allen Lebensbereichen zu mehr Gelassenheit, Entscheidungsfähigkeit und Präsenz führt.
Innere Ordnung als Grundlage für nachhaltige Wirksamkeit
Die Wochen vor dem Frühling laden dazu ein, nicht noch mehr zu planen, sondern die eigene innere Struktur zu überprüfen. Was trägt wirklich? Welche Muster wiederholen sich – im Team, in der Familie, im eigenen Erleben? Und wo braucht es bewusste Klärung statt weiterer Anstrengung?
Nachhaltige Wirksamkeit entsteht nicht durch permanentes Tun, sondern durch innere Ausrichtung. Wer in dieser Übergangszeit innerlich wie äußerlich Ordnung schafft, bereitet den Boden für echtes Wachstum. So wird der Frühling nicht nur zum Symbol für Neubeginn, sondern zur Folge einer klaren inneren Entscheidung.
Denn dort, wo Familie und Beruf als Einheit verstanden werden, entsteht eine Stabilität, die Wandel möglich macht – ruhig, kraftvoll und mit Weitblick.
Ursula Simon ist Familienstrategin für Führungskräfte mit dem Schwerpunkt, Beziehungskonflikte zu lösen - weil dein Zuhause die Quelle deiner Führungskraft ist.

