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Vom Fürther Vorort in den Weltcup
100 Jahre uvex und eine Erfolgsgeschichte aus Fürth
Was 1926 in einer kleinen Werkstatt in Fürth-Poppenreuth mit handgefertigten Schutzbrillen begann, ist heute eine internationale Erfolgsgeschichte. Seit einem Jahrhundert entwickelt uvex Ausrüstung für Menschen, die sich auf ihre Produkte verlassen müssen, im Beruf ebenso wie im Spitzensport. Zum 100-jährigen Jubiläum blickt das Unternehmen auf eine bewegte Geschichte zurück, die eng mit dem Wintersport verbunden ist. Gleichzeitig zeigt eine neue Kollektion, wie Erfahrungen aus dem Weltcup in die Ausrüstung für ambitionierte Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler einfließen.
Von der Werkstatt auf die internationale Sportbühne
Foto: uvex
Der Anfang liegt bei Philipp M. Winter. Er gründete 1926 die „Optische Industrieanstalt Philipp M. Winter“ und fertigte in seiner Werkstatt Schutzbrillen in Handarbeit. Bereits in den 1930er-Jahren entwickelte sich der Wintersport zu einem wichtigen Einsatzgebiet. Skirennläuferinnen und Skirennläufer vertrauten auf die Brillen aus Fürth. Zu ihnen gehörte Christl Cranz, die 1936 mit speziell entwickelten Schutzbrillen ausgestattet wurde.
In den folgenden Jahrzehnten wurde uvex zu einem festen Namen im Spitzensport. Skilegende Rosi Mittermaier, Rodler Georg Hackl und Skispringer Martin Schmitt gehörten ebenso zu den Athleten, die auf die Ausrüstung setzten, wie später internationale Stars wie Lindsey Vonn. Auch heute ist die Marke im Ski-Weltcup präsent: Unter anderem fahren die deutschen Athleten Emma Aicher und Linus Straßer mit Helmen und Brillen des Unternehmens.
Der Austausch mit Profis spielt bei der Produktentwicklung eine wichtige Rolle. Denn gerade unter Wettkampfbedingungen zeigt sich, welchen Anforderungen Helme und Brillen standhalten müssen. Die Erfahrungen der Athletinnen und Athleten fließen in die Weiterentwicklung der Ausrüstung ein. Was im Spitzensport erprobt wird, kann damit auch für Freizeitsportler relevant werden.
Wie aus Winter eine internationale Marke wurde
Foto: uvex
Ein weiterer Meilenstein folgte 1956. Rainer Winter, Unternehmenschef in zweiter Generation, entwickelte den Markennamen uvex. Das Kürzel steht für „UltraViolet EXcluded“ und verweist auf den Schutz vor ultravioletter Strahlung. Das ursprüngliche Logo griff diese Idee mit einer Sonne auf, deren Strahlen durch ein Glas abgehalten werden.
Nach und nach wurden die Sport- und Freizeitprodukte unter dem Namen uvex vermarktet. Aus dem Unternehmen, das zunächst vor allem Schutzbrillen in Handarbeit fertigte, entwickelte sich eine international etablierte Marke für Sportausrüstung. Das Grundprinzip blieb dabei bestehen: Menschen zu schützen und ihnen zu ermöglichen, sich auf ihre jeweilige Herausforderung zu konzentrieren.
Heute umfasst das Sortiment unter anderem Produkte für den Rad-, Winter- und Reitsport. Rund 1.100 Athletinnen und Athleten weltweit vertrauen nach Unternehmensangaben auf die Ausrüstung von uvex. Die Marke begleitet damit sowohl Profis bei internationalen Wettkämpfen als auch Menschen, die in ihrer Freizeit sportlich aktiv sind.
Die neue ultimate line bringt Weltcup-Erfahrung auf die Piste
Foto: uvex
Zum Jubiläum bündelt uvex seine Erfahrungen aus der Entwicklung für den Spitzensport in der neuen ultimate line. Die Kollektion umfasst verschiedene Skihelme und Skibrillen, die unterschiedliche Anforderungen auf der Piste abdecken – vom ambitionierten Rennlauf bis zum sportlichen Skitag im Gelände.
Der Rennhelm uvex ultimate race 4 pro ist für den Wettkampfeinsatz konzipiert und verfügt über eine Carbonfaserschale sowie einen zweiteiligen EPS-Kern. Der Visierhelm uvex ultimate horizon MIPS kombiniert eine selbsttönende Scheibe mit einer zusätzlichen kontrastverstärkenden Scheibe für wechselnde Lichtverhältnisse. Für sportliche Skifahrer, die einen vielseitigen Helm suchen, wurde der uvex ultimate resolution MIPS mit ABS-Hartschale und integriertem MIPS-System entwickelt.
Auch bei den Skibrillen stehen Sicht und Anpassungsfähigkeit im Mittelpunkt. Während die ultimate victorious pro V mit einer selbsttönenden Scheibe auf wechselnde Lichtbedingungen reagiert, setzt die ultimate victorious CV auf eine kontrastverstärkende Scheibentechnologie. Die Kollektion verdeutlicht damit, wie uvex technische Entwicklungen aus dem Leistungssport in Produkte für unterschiedliche Zielgruppen überträgt.
Ein Jahrhundert Erfahrung und neue Herausforderungen
Foto: uvex
Die Geschichte von uvex zeigt, wie sich ein Unternehmen über Generationen hinweg weiterentwickeln kann, ohne seine ursprüngliche Idee aus den Augen zu verlieren. Aus einer kleinen Werkstatt in Fürth-Poppenreuth ist eine internationale Sportmarke geworden, deren Entwicklung eng mit den Anforderungen von Athletinnen und Athleten verbunden ist.
Zum 100-jährigen Bestehen geht der Blick deshalb nicht nur zurück auf die ersten Schutzbrillen und die großen Namen des Wintersports. Er richtet sich auch auf die Frage, wie sich Schutz, Komfort und Leistung künftig weiterentwickeln lassen. Die Nähe zum Spitzensport bleibt dabei ein wesentlicher Teil der Unternehmensgeschichte und ein Ansatz, der auch die nächste Generation von Skihelmen und Skibrillen prägen soll.
Chefredakteurin MDL Magazin Seit über 20 Jahren arbeitet Maren-Florence Klump als Journalistin. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen interviewt, spannende Persönlichkeiten getroffen und Unternehmen auf ihren ganz unterschiedlichen Wegen begleitet. Dabei interessiert sie sich nicht nur für das Sichtbare, sondern vor allem für die Geschichten dahinter: Was treibt Menschen an? Was macht Persönlichkeiten und Unternehmen besonders? Und welche Erfahrungen und Impulse können andere daraus mitnehmen? Mit ihrer journalistischen Erfahrung, ihrer Neugier und ihrem Gespür für besondere Geschichten gestaltet Maren-Florence Klump als Chefredakteurin die redaktionelle Ausrichtung des MDL Magazins und begleitet dessen Weiterentwicklung.
