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Saskia Richardsen mit Smartphone in der Hand beim Arbeiten an Social-Media-Content

Top 100 Experten

Social Media Content strategisch nutzen

Viele Selbstständige und Unternehmen nutzen Social Media noch immer vor allem als Werbekanal. Es wird gepostet, gestaltet, veröffentlicht, oft mit hohem Aufwand und dennoch mit dem ernüchterten Ergebnis das das alles doch nicht so viel bringt. Wer Social Media Content strategisch nutzt, entscheidet darüber, ob Inhalte einfach nur gepostet werden oder tatsächlich Sichtbarkeit, Vertrauen und Kunden entstehen.

Es geht nicht nur darum, sichtbar zu sein. Und es geht auch nicht darum, einfach regelmäßig Inhalte zu posten. Wer Social Media strategisch nutzen will, braucht zwei Dinge: verschiedene Contentarten und den Blick darauf, dass Social Media Plattformen gleichzeitig ein wertvolles Instrument zur Marktanalyse sind.

Verschiedene Contentarten erfüllen verschiedene Aufgaben

Nicht jeder Inhalt soll dasselbe leisten. Genau hier entsteht oft Verwirrung. Viele erwarten von jedem Post Reichweite, Vertrauen, Kundenanfragen und Verkäufe gleichzeitig. In der Praxis funktioniert das so nicht.

Unterschiedliche Contentarten haben unterschiedliche Funktionen:

Saskia Richardsen vor der Kamera beim Erstellen von Social-Media-Content

Aufnehmen von Social-Media-Inhalten ©LinnGauda

Reichweiten-Content sorgt dafür, dass neue Menschen auf ein Profil aufmerksam werden. Dazu gehören zum Beispiel kurze polarisierende Reels. Das sind Reels die ein „Hä?“ auslösen, damit die Menschen dran bleiben und weiterschauen.

Vertrauens-Content zeigt Haltung, Erfahrung, Einblicke, Denkweise oder konkrete Beobachtungen aus der Praxis. Er hilft dabei, deine Kompetenz und deine Persönlichkeit zu spiegeln.

Verkaufs-Content macht deutlich, welches Ergebnis möglich ist, für wen ein Angebot gedacht ist und warum genau jetzt Handlungsbedarf besteht. Diese Contentart sollte im Feed max. 10% ausmachen. Viel besser ist es aber über die Story zu verkaufen, denn die wird vor allem von Menschen angeschaut die dir sowieso schon vertrauen.

Wer immer nur dieselbe Art von Inhalt produziert, wird oft einseitig wahrgenommen. Dann entsteht zwar vielleicht Reichweite, aber kein Vertrauen und somit auch kein Verkauf. Eine gute Social-Media Content Strategie lebt deshalb nicht von einem Format, sondern von einer durchdachten Mischung.

Social Media Content ist auch Marktanalyse

Der zweite große Fehler: Viele senden nur, statt hinzuschauen.

Dabei liefern Social-Media-Plattformen täglich Hinweise darauf, wie der Markt denkt, worauf Menschen reagieren und welche Sprache tatsächlich ankommt. Kommentare, Direktnachrichten, Speicherungen, Reaktionen sind keine Nebensache. Das sind Daten die man nutzen sollte.

Wer eine kluge Social Media Content Strategie nutzt, kann dort beobachten:

  • Welche Themen wirklich Resonanz auslösen

  • Welche Formulierungen Menschen verstehen

  • Welche Probleme häufig genannt werden

  • Welche Fragen immer wieder auftauchen

  • Welche Inhalte zwar geliked, aber nicht weiterverfolgt werden

  • Wo Interesse da ist, aber noch keine Kaufentscheidung entsteht

Genau darin liegt eine enorme Stärke. Social Media ist nicht nur Bühne, sondern auch ein direkter Zugang zur Wahrnehmung der Zielgruppe. Kaum ein anderes Medium zeigt so schnell, ob ein Thema relevant ist, ob ein Nutzenversprechen greift und welche Botschaften im Markt funktionieren oder wann im Video die Zuschauer raus sind.

Social-Media Content strategisch zu nutzen beginnt nicht beim Design

Saskia Richardsen mit Smartphone in der Hand beim Arbeiten an Social-Media-Content

Saskia Richardsen beim Arbeiten an Social-Media-Inhalten ©LinnGauda

Oft wird sehr viel Energie in Layout, Technik oder Trends gesteckt. Das kann sinnvoll sein, aber es ersetzt keine Klarheit oder Strategie. Entscheidend ist nicht zuerst, wie etwas aussieht, sondern was ein Inhalt leisten soll.

Wer Social Media strategisch nutzt, stellt sich deshalb vor jedem Beitrag eher diese Fragen:

  • Welche Aufgabe hat dieser Inhalt?

  • Soll er Reichweite erzeugen, Vertrauen aufbauen oder verkaufen?

  • Was lässt sich daraus über die Zielgruppe lernen?

  • Welche Reaktion wäre ein Hinweis darauf, dass das Thema relevant ist?

Erst wenn diese Fragen klar sind, wird aus Content ein System statt bloßer Beschäftigung.

Fazit

Videobearbeitung vor der Veröffentlichung von Social Media Content

Videobearbeitung vor der Veröffentlichung von Social Media Content ©LinnGauda

Wer verschiedene Contentarten bewusst einsetzt, erkennt schneller, was die eigene Zielgruppe wirklich braucht. Das Produkt oder die Dienstleistung kann angepasst werden und das alles komplett kostenlos. Und wer Social Media nicht nur zum Senden, sondern auch zum Beobachten nutzt, gewinnt einen strategischen Vorteil. Mehr Klarheit über den Markt, präzisere Inhalte und eine Kommunikation, die nicht ins Leere läuft.

Am Ende ist gute Social-Media-Arbeit deshalb nicht die Frage, ob genug gepostet wird, sondern ob klar ist, welche Art von Content gerade gebraucht wird und was sich daraus über den Markt lernen lässt.

Wenn du noch tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest und verstehen möchtest wie du Social Media strategisch für dich nutzen kannst, schau doch gerne hier vorbei und schau dir noch weitere Beiträge an.

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Saskia ist Businessmentorin und Strategieexpertin mit Schwerpunkt auf den verständlichen, strukturierten und greifbaren Start in die Selbstständigkeit.

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